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Höhepunkte 2000 bis 2004

12. Juli 2000: Umbenennung des Lausitzrings in EuroSpeedway Berlin-Brandenburg durch die damalige Betreibergesellschaft für eine bessere internationale Vermarktung. Heftige Proteste aus der Region folgen. Als Kompromisslösung wird der Name am 24. Juli 2000 in EuroSpeedway Lausitz geändert.

20. August 2000: Feierliche Eröffnung des EuroSpeedway Lausitz mit über 80.000 Besuchern. Über 150 Millionen Euro wurden in den Bau der Renn- und Teststrecke investiert. 123 Millionen Euro davon sind Fördermittel.

Am 27. August 2000 findet mit der IDM die erste Motorsportveranstaltung statt. Bereits eine Woche später folgt die DTM, doch das Rennen muss aufgrund starker Regenfälle abgesagt werden. Beide Serien sind seitdem – dank der guten Partnerschaft mit dem ADAC Berlin-Brandenburg – regelmäßig jede Saison auf dem Lausitzring zu Gast.

10. Juni 2001: Die Superbike-WM fährt zum ersten Mal auf dem Lausitzring.

12. August 2001:
Die Rocker von AC/DC weihen mit einem Open Air im Rahmen ihrer „Stiff Upper Lip“-Tour den Lausitzring als Konzert-Location ein.

15. September 2001: Die Champ Car World Series tritt auf dem EuroSpeedway Lausitz an. Damit fährt die Serie zum ersten Mal außerhalb der USA. 150.000 Besucher erleben diesen absoluten Saisonhöhepunkt mit. Das Rennen wird jedoch überschattet von den Terroranschlägen in New York, die nur vier Tage zuvor stattfanden, und einem schweren Unfall Alex Zanardis. 13 Runden vor Schluss kommt es zu einer Kollision mit Alex Tagliani, bei der Zarnardi beide Beine verliert. Doch dank der schnellen Hilfe der Sanitätskräfte an der Rennstrecke und der Ärzte im Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn überlebt er. Zwei Wochen nach dem Unfall sagt Zarnardi, er habe nicht zwei Beine verloren, sondern ein Leben gewonnen.

Das Jahr 2002 prägt mit einem entscheidenden betriebswirtschaftlichen Einschnitt die weitere Geschichte des EuroSpeedway Lausitz. Die Bankgesellschaft Berlin, deren Tochtergesellschaft IBG Hauptgesellschafter des Lausitzrings ist, befindet sich in einer tiefen Krise. Infolgedessen muss die Betreibergesellschaft am 17. Juni 2002 Insolvenz anmelden.

Der weitere Betrieb des Lausitzrings kann jedoch gesichert werden: Am 31. Dezember 2002 übernimmt die EuroSpeedway Lausitz Betriebs GmbH die Rennstrecke. Das am 1. September eröffnete Insolvenzverfahren wird damit beendet.

Mit Ausnahme der Absage der Champ Car World Series hat die betriebswirtschaftliche Situation keine Auswirkungen auf den Veranstaltungskalender. Die Fans erleben auch 2002 tollen Motorsport am Lausitzring.

11. Mai 2003: Rückkehr der Champ Car World Series auf den EuroSpeedway Lausitz mit einem besonders emotionalen Moment. Vor dem Rennen fährt Alex Zarnardi mit einem extra auf ihn angepassten Rennboliden die aufgrund seines Unfalls noch fehlenden 13 Runden aus dem Jahr 2001 und vollendet damit sein Rennen symbolisch.

8. Juni 2003: Die DTM wagt den Sprung ins Halboval. Dafür werden der GP-Kurs und Turn 1 miteinander verbunden. Doch die erste Steilkurve im Trioval erweist sich als heißeste Kurve auf Deutschlands Rennstrecken. Bei den Testfahrten am Freitag kommt es zu Reifenschäden, so dass man für das Rennen auf den normalen GP-Kurs zurückkehrt.

1. Januar 2004: Die Zukunft des EuroSpeedway Lausitz ist endgültig gesichert. Nachdem der Verkauf der Anlage nicht zustande kommt, ergreifen Hans-Jörg Fischer, Geschäftsführer der Übergangsgesellschaft EuroSpeedway Lausitz Betriebs GmbH, und Matthias Tomasetti, kaufmännischer Leiter und Prokurist, die Initiative und gründen die EuroSpeedway Lausitz GmbH. Diese übernimmt den Lausitzring im Rahmen eines fünfjährigen Pachtvertrags bis zum 31. Dezember 2008. Damit herrscht langfristige Planungssicherheit.

18. Juni 2004: Herbert Grönemeyer macht mit seiner „Mensch“-Tour Station auf dem Lausitzring. 50.000 Besucher erleben ein tolles Open Air-Konzert, bei dem er seine größten Hits präsentiert.

Auch der traditionelle Viertelmeile Cup wird in diesem Jahr zum ersten Mal ausgetragen.